Willkommen am Institut für Neutestamentliche Wissenschaft!

Die 27 Schriften des Neuen Testaments zählen zu den wichtigsten Grundlagen des christlichen Glaubens und gleichzeitig zu dessen ältesten Dokumenten.

Neutestamentliche Wissenschaft untersucht diese Schriften und weitere Quellentexte des frühen Christentums und seiner Umwelt, letzteres in Kooperation mit den Altertumswissenschaften. Sie beschäftigt sich aber auch mit den hermeneutischen Bedingungen der Interpretation und steht so im Dialog mit den Literaturwissenschaften.

Die wichtigsten Untersuchungsgebiete sind unter anderem:

  • Geschichte der frühchristlichen Literatur, d.h. die Erforschung der Entstehung der einzelnen Schriften und des Kanons: Wann, vom wem, für wen und mit welchen Interessen wurde diese Schriften verfasst?
  • Exegese, d.h. die detaillierte Untersuchung und Interpretation einzelner Textabschnitte. Wie ist z.B. die Verwendung von „Gesetz“ im Römerbrief zu verstehen? Wie lässt sich jede einzelne Stelle möglichst sachgerecht übersetzen?
  • Theologie, d.h. die zusammenfassende Darstellung der Aussagen einer Schrift zu einem bestimmten Thema: Wie schildert z.B. das Johannesevangelium die Bedeutung Jesu als des Christus? Worin besteht das theologische Spezifikum der Johannesoffenbarung?
  • Geschichte des frühen Christentums, d.h. die historische Rekonstruktion der Anfänge des Christentums von Jesus von Nazareth bis zum 2. Jhd. n.Chr.: Mit welchem Anspruch trat Jesus auf? Wie wurde das gemeinsame Mahl in den ersten Gemeinden organisiert? Wo versammelten sich die Christusgläubigen?

Forschung und Lehre am Institut für Neutestamentliche Wissenschaft an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien behandeln all diese Fragerichtungen. Unsere Forschungsschwerpunkte sind die Sozialgeschichte des frühen Christentums, der Römerbrief und die Johannesapokalypse sowie die koptische Überlieferung des Neuen Testaments.