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Univ.-Prof. Dr. Markus Öhler

Institutsvorstand

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Sprechstunde (während der Vorlesungszeit): Do 9-10 (Zi. 004, 6. Stock)

Kurzbiographie

  • 1967 geb. in Linz/OÖ
  • 1985 Matura in Linz
  • 1985 - 1992 Studium der Evangelischen Theologie in Wien
  • 1992 - 1996 halbbeschäftigter Vertragsassistent
  • 1996 - 2001 Universitätsassistent
  • 1999-2001 als Schrödinger-Stipendiat des FWF Forschungsaufenthalt in Tübingen
  • 2001 - 2011 a.o. Univ. Prof. am Institut
  • Gastprofessor an der Universität Hamburg (SoSe 2009)
  • seit 2011 Univ. Prof. am Institut
  • verheiratet, drei Kinder

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte und Sozialgeschichte des frühen Christentums
  • Soziologie, Kulturanthropologie und Theologie
  • Antike Religionsgeschichte

Projekte

Domestic Religion in Early Christianity

Dieses interdisziplinäre Forschungsprojekt ist der Erforschung häuslicher, also alltäglicher Religiosität im frühen Christentum nach literarischen und archäologischen Zeugnissen aufzuarbeiten. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage des Projekts.

Sozialgeschichte des frühen Christentums

Seit F.C. Baur wird immer wieder der Gedanke erwogen, ob sich die Sozialstruktur frühchristlicher Gemeinden nicht aus der weiten Verbreitung von Vereinigungen seit hellenistischer Zeit erklären lässt. Während man in früherer Zeit vor allem einzelne Amtsbezeichnungen auf diesem Hintergrund deuten wollte, wird nunmehr vermehrt nach der sozialen Zusammensetzung der Gemeinden, der in ihnen geltenden Regeln und Organisationsformen gefragt. Das antike Vereinswesen, dessen Erforschung in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht hat, war, so die These des Projekts, die prägende Kraft für die Ausbildung der Sozialgestalt der christlichen Gemeinden. Aus den bisherigen Studien soll eine Monographie entstehen, die diesen Zusamenhang umfassend aufarbeitet.

Publikationen:

  • Römisches Vereinsrecht und christliche Gemeinden, in: Zwischen den Reichen: Neues Testament und Römische Herrschaft, edd. M.Labahn – J.Zangenberg, TANZ 36, Tübingen 2002, 51-71.
  • Antikes Vereinswesen, in: Neues Testament und Antike Kultur, II: Familie, Gesellschaft, Wirtschaft, edd. K. Scherberich, Neukirchen-Vluyn 2005, 79-86.
    Die Jerusalemer Urgemeinde im Spiegel des antiken Vereinswesens, NTS 51, 2005, 393-415.
  • Iobakchen – Symphoniasten – Christen. Das Christentum im Rahmen des antiken Vereinswesens, in: in: Inkulturation. Historische Beispiele und theologische Reflexionen zur Flexibilität und Widerständigkeit des Christlichen, edd. R. Klieber – M. Stowasser, Theologie. Forschung und Wissenschaft 10, Wien 2006, 63-86.
  • Das Aposteldekret als Dokument ethnischer Identität im Spiegel antiker Vereinigungen, in: Aposteldekret und antikes Vereinswesen. Gemeinschaft und ihre Ordnung, ed. M. Öhler, WUNT 280, Tübingen 2011, 341-381.
  • Ethnos und Identität. Landsmannschaftliche Vereinigungen, Synagogen und christliche Gemeinden, in: Kult und Macht. Religion und Herrschaft im syro-palästinischen Raum – Studien zu ihrer Wechselbeziehung in hellenistisch-römischer Zeit, edd. A. Lykke – F. T. Schipper, WUNT 2.Reihe 319, Tübingen 2011, 221-248.

Geschichte des Christentums in Kleinasien

Ausarbeitung einer Monographie für die Serie „Early Christianity in Asia Minor“, die sich der Geschichte des Christentums in den Schwarzmeerprovinzen Kleinasiens bis ins 5. Jhd. widmet.

Epigraphik und Neues Testament

Die nur unzureichende Berücksichtigung inschriftlicher Zeugnisse für das Verständnis des Neuen Testaments hat ein Desiderat entstehen lassen, das im Rahmen dieses Forschungsschwerpunkts in Zusammenarbeit mit Jos Verheyden (Leuven) und Thomas Corsten (Wien) interdisziplinär bearbeitet werden soll. Eine erste Tagung fand im Februar 2014 statt, eine zweite wird sich im September mit dem Kolosserbrief befasen. Entsprechende Tagungsbände und die Weiterentwicklung zu einem Projekt sind in Arbeit.

Geschichte des frühen Christentums

Das lange geplante Lehrbuch zur Geschichte des frühen Christentums bei Vandenhoeck&Ruprecht ist in Arbeit und soll 2015 abgeschlossen werden.

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